Was kostet eine IVF mit PID in Spanien?
Der Preis einer IVF mit PID in Spanien liegt zwischen 6.500 € und 9.500 €, gegenüber 7.500 € in Deutschland. Erlaubt ist sie nur auf ärztliche Verordnung. Der Preis umfasst die Stimulation, die genetische Diagnostik (PGT) und den Transfer. Die Punktion dauert 20 Minuten unter Sedierung im ambulanten Rahmen, ohne Übernachtung im Krankenhaus.
📊 Preistabelle 2026
| Art des Eingriffs | Preis Spanien | Preis Deutschland |
|---|---|---|
| IVF + ICSI Standard | 4.500 € - 6.000 € | 4.500 € - 7.000 € |
| IVF + PID (medizinische Gründe) | 6.500 € - 9.500 € | 7.500 € - 12.000 € |
| IVF + PID (ohne medizinische Gründe) | Verboten | Verboten |
| IVF + Eizellspende | 7.500 € - 10.000 € | 6.500 € - 10.000 € |
Ob und in welchem Umfang Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beteiligt sich bei bestimmten Konstellationen an einer Kinderwunschbehandlung, die Details unterscheiden sich jedoch je nach Kasse und individueller Ausgangslage. Klären Sie die Frage am besten direkt mit Ihrer Krankenkasse, bevor Sie eine Behandlung im Ausland planen.
Kann man mit einer IVF mit PID in Spanien das Geschlecht des Babys wählen?
In Spanien nicht, außer aus medizinischen Gründen. Die Geschlechtsauswahl aus nicht-therapeutischen Gründen zählt dort zu den schwersten Verstößen des Fortpflanzungsmedizingesetzes[1]. Die Präimplantationsdiagnostik bleibt erlaubt, um eine schwere Erbkrankheit auszuschließen.
Keine Quelle beziffert die Zuverlässigkeit der embryonalen Geschlechtsbestimmung isoliert. Die Praxisleitlinien erinnern daran, dass eine Biopsie nur wenige Zellen entnimmt, mit dem Risiko von falsch-positiven und falsch-negativen Befunden sowie von Mosaizismus[2]. Für die übrigen Methoden der Geschlechtsauswahl ist keine Wirksamkeit belegt.


Der familiäre Ausgleich, also die Wahl des anderen Geschlechts nach einem oder mehreren Kindern desselben Geschlechts, ist keine medizinische Indikation. Die Konvention von Oviedo, die die Biomedizin in Europa rahmt, lässt die Geschlechtswahl nur zu, um eine schwere geschlechtsgebundene Erbkrankheit zu vermeiden[3].
Kann man den Embryo mit dem richtigen Chromosomensatz auswählen?
Die Frauen durchlaufen eine IVF mit ICSI, bei der Eizellen entnommen und mit dem Sperma des männlichen Partners befruchtet werden. Die Embryonen entwickeln sich fünf bis sechs Tage bis zum Blastozystenstadium. Anschließend werden einige Zellen entnommen und für eine Chromosomenanalyse versandt[2].
Besteht eine medizinische Indikation, werden die Embryonen, die die gesuchte Anomalie nicht tragen, zwei Tage später in die Gebärmutter transferiert. Spanische Labore führen eine vollständige Chromosomenanalyse durch, per aCGH oder Sequenzierung.
So lässt sich prüfen, ob der transferierte Embryo einen vollständigen Chromosomensatz trägt.
Unser medizinisches Team
Was das spanische Recht erlaubt
Eltern von zwei oder drei Kindern desselben Geschlechts fragen oft, ob sie das Geschlecht des nächsten wählen können. In Spanien hängt die Antwort nicht von der Klinik ab, sondern vom Gesetz: Außerhalb einer medizinischen Indikation ist die Geschlechtsauswahl ein schwerer Verstoß[1].
Die Präimplantationsdiagnostik ist schweren, früh auftretenden Erbkrankheiten ohne Heilungsmöglichkeit vorbehalten; darüber hinaus verlangt jeder Fall eine ausdrückliche Genehmigung[1].


Elternwunsch und rechtlicher Rahmen
Der Geschlechterwunsch von Eltern variiert je nach Land und veröffentlichter Fallserie, und für Deutschland gibt es dazu keine belastbaren Zahlen. Darauf stellt das Gesetz nicht ab: Die Konvention von Oviedo schließt die Geschlechtswahl außerhalb einer schweren geschlechtsgebundenen Erbkrankheit aus[3].
Lesen Sie auch: IVF in der Türkei mit Wahl des Geschlechts des Babys
In Deutschland ist die Präimplantationsdiagnostik ebenfalls auf Paare beschränkt, bei denen ein Risiko für die Übertragung einer schweren, nicht heilbaren genetischen Erkrankung besteht, und die Analyse betrifft ausschließlich die in der Familie bekannte Erkrankung[4].
Unsere deutsche Koordinatorin beantwortet Fragen zur Organisation und leitet die Kostenvoranschläge der spanischen Kliniken weiter.
FAQ - Häufige Fragen
Was kostet eine IVF mit PID in Spanien?
Zwischen 6.500 € und 9.500 € für eine IVF mit Präimplantationsdiagnostik, gegenüber 7.500 € in Deutschland. Der Preis deckt Stimulation, genetische Diagnostik und Transfer. Eine IVF mit ICSI ohne PID kostet 4.500 € bis 6.000 €.
Kann eine alleinstehende Frau in Spanien eine IVF machen?
Ja. Das spanische Recht öffnet die Verfahren der assistierten Reproduktion jeder volljährigen Frau, unabhängig von Familienstand und sexueller Orientierung, sofern sie frei einwilligt[1]. Der Ablauf ist auf der Seite IVF in Spanien beschrieben.
Was sagt das deutsche Recht zur Geschlechtswahl?
Die Präimplantationsdiagnostik ist dort auf Paare beschränkt, bei denen ein Risiko für die Übertragung einer schweren, nicht heilbaren genetischen Erkrankung besteht, und die Analyse betrifft ausschließlich die in der Familie bekannte Erkrankung[4]. Die Geschlechtswahl aus Wunsch ist nicht erlaubt.
In welchen Ländern kann man das Geschlecht des Babys wählen?
Erhöht das Screening die Chancen auf eine Schwangerschaft?
Nicht für alle. Randomisierte Studien zeigen einen Gewinn bei Implantation und fortlaufender Schwangerschaft pro Transfer nur bei Patientinnen mit guter Prognose[2]. Bei anderen Profilen ist der Nutzen nicht belegt.
Wie viele Embryonen braucht es, damit das Screening nützt?
Mindestens zwei Blastozysten für die Biopsie: Darunter finden die Praxisleitlinien keinen Nutzen[2]. Die Zahl der gewonnenen Embryonen hängt vor allem vom Alter und der Antwort auf die ovarielle Stimulation ab.
Wird eine in Spanien durchgeführte IVF erstattet?
Unter Umständen. Ob und in welchem Umfang Ihre Krankenkasse eine Kinderwunschbehandlung im europäischen Ausland übernimmt, hängt von Ihrer persönlichen Situation und den Regelungen Ihrer Kasse ab. Klären Sie das vorab direkt mit Ihrer Krankenkasse.
Quellen & Referenzen
- Espagne. Ley 14/2006, de 26 de mayo, sobre técnicas de reproducción humana asistida. Articles 6, 12 et 26. 2006. Quelle ansehen
- Chan C, Ryu M, Zwingerman R. Preimplantation genetic testing for aneuploidy: A Canadian Fertility and Andrology Society Guideline. Reproductive BioMedicine Online. 2020. Quelle ansehen
- Europarat. Übereinkommen zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde im Hinblick auf die Anwendung von Biologie und Medizin, Artikel 14. 1997. Quelle ansehen
- Agence de la biomédecine. Diagnostic préimplantatoire. 2026. Quelle ansehen
- Assurance Maladie. AMP réalisée en UE ou en Suisse. 2026. Quelle ansehen









